Die wichtigsten Badtrends Eingerichtet
Hygge oder das Glück der kleinen Dinge

Stillleben mit Wanne. Wo das moderne Kernstück des Bades so liebevoll inszeniert wird, stellt sich Hygge von ganz alleine ein. Protagonisten sind dabei - nebst Kissen, Lieblingsbüchern und duftenden Essenzen auf der raumteilenden Wannenbegrenzung - auch ein Ablage-Hocker sowie der nahezu unverzichtbare Badteppich.

Foto: Duravit

Hygge oder das Glück der kleinen Dinge

Entspannt euch – im Bad wird es jetzt hyggelig

13. Juli 2017

Was hat es mit dem Lifestyle- und Einrichtungs-Phänomen Hygge eigentlich auf sich, von dem alle reden? Was so knuffig klingt, ist immerhin ganz handfest dafür verantwortlich, dass die Dänen zu den glücklichsten Menschen überhaupt zählen. Wir sagen, worum es geht und finden: Der Wohlfühltrend passt zum Bad wie kaum ein anderer.

Das dänische „Hygge“ zu erklären, ist nicht ganz einfach. Der Begriff selbst lässt sich zudem kaum wörtlich übersetzen. Schließlich steht er für eine komplette Lebenseinstellung – komprimiert in einem einzigen Wort. Altmodisch anmutende Werte wie Geselligkeit, Zufriedenheit, Harmonie und Gemütlichkeit erhalten mit ihm eine zeitgemäße Bedeutung. Hygge ist Ausdruck für die einfachen Freuden des Daseins sowie die fast vergessene Kunst, diese wertzuschätzen.

Hygge – mehr als ein Einrichtungstrend

Ein duftender Kaffee am Morgen aus der Lieblingstasse, ein schöner Spaziergang, ausgedehnte Gespräche mit Freunden bei gutem Wein aus Gläsern, die noch aus Großmutters Küchenbuffet stammen. Alles, was uns lächeln lässt, ist Hygge! Sich auf das zu besinnen, was wirklich im Leben zählt, den Moment zu leben, das Glück der kleinen Dinge bewusst zu genießen, das ist Hygge – und daher viel mehr als ein Einrichtungstrend. Wenngleich: Dem eigenen Zuhause kommt beim Hyggen eine zentrale Bedeutung zu.

Zuhause – das Hygge-Hauptquartier

Damit sich das behagliche Grundgefühl der Dänen ebenfalls in Ihrem Zuhause einstellt, helfen bereits einfache Mittel wie natürliche Materialien, flauschige Teppiche und weiche Kissen auf dem Sofa oder den Stühlen. Helle Farben und warme Holztöne sind ebenso hyggelig. Gleiches gilt für eine sanfte, dezentrale Beleuchtung. Darüber hinaus sollte das Ambiente unkompliziert und einladend sein – egal, ob Sie sich allein mit einem Kakao zurückziehen oder in geselliger Runde in Erinnerungen schwelgen möchten.

Hygge im Badezimmer

Einfach mal Pause machen – Entspannung ist alles; in der Tat weist Punkt 7 im Hygge-Manifest des bekannten Kopenhagener Glücksforschers Meik Wiking ganz klar Richtung Badezimmer! Wenn draußen mal wieder die Kälte das Kommando übernommen hat, erzeugt allein der Gedanke an warme Wannenwonnen oder die heiße Dusche Hygge-Glück pur. Was dem Wohnzimmer recht ist, funktioniert auch im privaten Wellnesstempel: Möbel aus Holz, bequemer Sessel, hochfloriger Teppich, kuschelige Handtücher, LED-Spots oder die Stehlampe in der Ecke, ein unterhaltsamer Wannenschmöker, Kerzen, der feine Duft von Vanille, Mandarine oder aber Zedernholz – schon stellt sie sich ein, die „Hyggestund“.

Bald kommt Lagom

Hygge ist überhaupt nicht Ihr Ding? Kein Problem. Ein neuer Interior-Trend, nun aus Schweden, steht längst vor der Tür und hört auf den Namen Lagom. Demnächst mehr.