Moderne WCs bieten viele Upgrades

Wer neu baut oder saniert, sollte spülrandlose WCs, 2-Mengen-Spülung, Sitz mit Absenkautomatik und – wenn möglich – einen Stromanschluss am WC-Standort für ein aktuelles oder späteres Dusch-WC einplanen. Wandhängende Modelle, passende Sitz-Keramik-Kombinationen und gegebenenfalls tiefenreduzierte WCs optimieren Komfort, Ergonomie und die Raumwirkung im Bad.

Zuallererst sollte man sich überlegen, was man möchte und was man braucht. Selbst, wenn man noch jung oder kein Fan von Dusch-WCs ist, kann das Dusch-WC als Komfortlösung für eine lange selbstständiges Leben sinnvoll sein. Das gilt nicht nur für einen längeren Verbleib im eigenen Zuhause, sondern auch bei kurzzeitigen Behinderungen durch Unfall oder Krankheit.  

Grundsätzlich aber sollte das WC aus Sanitärkeramik mit dem WC-Sitz eine optische Einheit bilden – im Idealfall sind der WC-Sitz und die Keramik vom selben Hersteller und aus derselben Kollektion. Das Design und die Funktionalität sind hierbei genauso aufeinander abgestimmt, wie die Farbtöne von Keramik und WC-Sitz. Das kann aufgrund der zwei unterschiedlichen Materialien Keramik und Kunststoff herstellungstechnisch allerdings eine Herausforderung sein. Natürlich kann man auch auf einen anderen WC-Sitz zurückgreifen, da die Befestigungslöcher in der Keramik in der Regel genormt sind. Allerdings sollte auch auf die Form-Kompatibilität geachtet werden.

Sauber mit einem Dreh:

Spülrandlose WCs mit entsprechender Innengeometrie und Spültechnik - wie etwa der TwistFlush-Funktion von Villeroy & Boch hinterlassen das WC oftmals beim ersten Spülgang restlos sauber. So lassen sich Wasser und WC-Reiniger sparen.

Per Fingertipp:

Bei WC-Sitzen mit Absenkautomatik lassen sich Sitz und Deckel galz leicht fast wie von alleine schließen

Mit ihrer Oberfläche aus gebürstetem Kupfer-Edelstahl

bringt die Betätigungsplatte Visign for Style 22 einen angenehm warmen Grundton in die Wandgestaltung – 2-Mengen-Spülung inklusive.

Spülrandlose WCs und Absenkautomatik werden Standard

Bei Neubau wie bei einer Sanierung des Badezimmers sollte beim WC unbedingt die neuere Variante „spülrandlos“ gewählt werden. Durch den Wegfall des Hohlraums am Innenrand des WCs gibt es weniger schwer zugängliche und zu reinigende Bereiche, in denen sich mit der Zeit Kalk ablagern und Urinstein bilden können. Das spart Putzaufwand. Zudem wird durch die optimierte Innengeometrie der Keramik weniger Wasser beim Ausspülen benötigt. Die spülrandlose Variante impliziert damit alle Vorteile in Sachen Nachhaltigkeit, Hygiene und Wasserverbrauch.

Die 2-Mengen-Spülung ist mittlerweile Standard, genauso wie ein WC-Sitz mit Absenkautomatik und Schnellverschluss für eine problemlose Reinigung. Viele Sanitärhersteller wie zum Beispiel Geberit, Villeroy & Boch, Duravit oder Ideal Standard bieten bei Waschtisch und WC gegen einen geringen Aufpreis eine hygieneoptimierte Oberflächenbeschichtung an. Mittel- und langfristig lässt sich damit viel Reinigungsmittel einsparen.

Kompakt auch mit vielen Funktionen:

Platzsparend geht auch als Dusch-WC. Im Geberit AquaClean Mera sind viele Funktionen kompakt untergebracht.

Auf einer Linie:

Beim Einbau etwa von WC und Bidet sollte auf eine einheitliche Einbauhöhe geachtet werden.

Es geht auch aufgesetzt:

Mit dem Aquaclean Tuma beitet Geberit eine auch optisch sehr gelungene Aufsatzvariante für das Dusch-WC an.

Mehr Komfort mit Strom

Wichtig ist übrigens auch die Einbauhöhe. Sie ist entscheidend für die Ergonomie. Die durchschnittliche Einbauhöhe hat sich in den letzten Jahrzehnten allmählich nach oben gearbeitet, da auch die Menschen im Schnitt größer geworden sind. Während die von Herstellern empfohlene Standard-Einbauhöhe 40 bis 42 cm beträgt – gemessen vom Boden bis zur Oberkante der Sanitärkeramik plus WC-Sitz –, können und werden die WC-Modelle heute auch oft 2 oder mehr cm höher montiert. Bei wandhängend montierten WCs ist eine flexible Einbauhöhe kein Problem. Auch für das Alter ist eine höhere Sitzposition günstiger. Für die Zukunft werden elektrisch in der Höhe verstellbare WCs sicherlich attraktiver werden, da die persönlichen Bedürfnisse immer stärker Berücksichtigung finden.

Bei sehr kleinen oder sehr schmalen Schlaubädern bietet sich ein tiefenreduziertes WC-Modell an. Bei der Planung von Neubau und Sanierung sollte beachtet werden, dass ein Dusch-WC neben dem obligatorischen Wasseranschluss einen zusätzlichen Stromanschluss benötigt. Auch für nachträglich montierte Aufsatzvarianten ist es empfehlenswert, einen Stromanschluss vorzusehen. Die preiswerteren Aufsätze vermitteln das gleicht Hygiene- und Komfortgefühl wie in der Sanitär-Keramik festverbaute Dusch-WCs.

Wandhängender Standard:

In Deutschland sind wandhängende WCs der Stand der Technik.

Seltene Standfestigkeit:

Stand-WCs sind in modernen Badezimmern kaum noch anzutreffen.

Hängender Wechsel:

Bei einer Renovierung kann geprüft werden, ob sich der Ablauf eventuell durch ein Vorwandelement verlegen lässt, um ein wandhängendes Modell einbauen zu können.

Wandhängend vs. Stand-WC

In Deutschland sind wandhängende WCs der Stand der Technik. Gerade in kleinen Badezimmern entsteht durch die Wandmontage ein optischer Eindruck von Leichtigkeit. Zudem sind Wand-WCs barrierearm und erleichtern die Reinigung des Fußbodens. In Altbauten findet man aber oft noch einen Bodenablauf vor, sodass hier auf ein bodenstehendes Stand-WC zurückgegriffen werden muss. Bei einer Renovierung kann geprüft werden, ob sich der Ablauf eventuell verlegen lässt (etwa in Verbindung mit einem Vorwandelement), um ein wandhängendes Modell verbauen zu können. Wichtig: Wenn die Ausstattung mit einem Dusch-WC erst später erfolgen soll, ist jetzt die Verlegung eines Stromanschlusses zum WC eine vorausschauende und preisgünstige Maßnahme.