Profi-Tipps: wie reinige ich mein Bad richtig

03/2026

Das schönste Badezimmer ist nur halb so schön, wenn es nicht richtig sauber ist. Wie lästiges Putzen leicht von der Hand geht und die Hygiene dabei auch nicht zu kurz kommt, verraten wir in den Badpflege-Profitipps. Dabei geht es um die richtige und nachhaltige Pflege mit Blick auf unterschiedliche Materialien und Badausstattungen.

Wir kennen es alle: Saubermachen im Badezimmer ist lästig, aber notwendig. Allein schon aus hygienischen Gründen. Und ein sauberes Bad ist auch einfach schöner. Am Ende kommt es aber nicht nur unserer Gesundheit und unserem Wohlbefinden zugute, sondern auch unserer Badezimmereinrichtung – schließlich wird ein Bad im Schnitt nur alle 15-20 Jahre erneuert. Daher ist es wichtig, auch in die richtige Pflege zu investieren. Und zwar in eine, die sowohl die Einrichtung als auch die Umwelt schont. Dabei hilft es ungemein, dass viele Oberflächen im Badezimmer schon per se pflegeleicht und robust sind. Dennoch haben auch sie ihre speziellen Pflegevorlieben. Wenn man dann noch ein paar kleine Tipps beherzigt, ist die Badreinigung auch gar keine so große Sache mehr und dauert im Schnitt nur 20 Minuten. Ein kleiner Ratgeber*.

Badezimmer-Materialien und ihre Pflege

Die im Bad verwendeten Materialien wie Sanitärkeramik und -acryl, Stahl-Emaille, verchromte Metalle, Glas, Schichtstoffe oder versiegelte Hölzer verfügen allesamt über glatte, geschlossenporige und nahezu unverwüstliche Oberflächen. Zudem bieten viele Markenhersteller oberflächenveredelte Produkte an. Durch sie gestaltet sich die Pflege noch einfacher, weil Schmutzpartikel und Kalk weniger an ihnen haften bleiben. Ohne großen Putzaufwand lässt sich gewöhnlicher Schmutz schon mit lauwarmem Wasser und bei Bedarf mit biologisch leicht abbaubaren Neutralreinigern mit einem pH-Wert von 7 entfernen. Mit Hausmitteln wie Essig, Natronpulver, etc. sollte man jedoch vorsichtig sein, da sie teilweise aggressiv sind und die Oberflächen angreifen können. Beschädigte oder schlicht alte und offenporige Oberflächen wiederum bedeuten mehr Verschmutzung – und auch mehr Keime. Das wiederum bedeutet: mehr putzen oder neu kaufen. Es lohnt sich also die Hinweise der Hersteller zum Produkt beachten. Im Schadensfall könnten ansonsten auch die Ansprüche auf Garantie verloren gehen.

Die richtigen Helfer für die Badpflege

Möbel und Spiegelschränke

lassen sich mit weichen, leicht angefeuchteten (Leder-)Tüchern gereinigen. Nach dem Abwischen oder nach Gebrauch sollte man die Flächen trockenreiben.

Weiche Schwämme und nicht-fusselnde Tücher, zum Beispiel Mikrofasertücher oder Ledertücher, sind für den Badputz gut geeignet. Küchenschwämme wie Topfreiniger mit einer rauen Oberfläche dagegen sollte man im Bad nicht nutzen. Die Eigenschaften der Oberflächenveredelung können damit beeinträchtigt und die Glasur zerkratzt werden. Für die Dusche eignet sich wiederum ein Abzieher gut. Wichtig auch: Die Putzlappen, die man für die Badreinigung benutzt, sollten immer frisch gewaschen sein; am besten bei 60 Grad mit einem Vollwaschmittel, das Bleichmittel enthält. Damit werden Keime besonders effektiv abgetötet. Nach dem Putzen empfiehlt es sich, die benutzten Reinigungstücher sofort auszuwaschen undzum Trocknen auszubreiten – sonst können sich durch die Feuchtigkeit Keime bilden.

Möbel und Spiegelschränke lassen sich mit weichen, leicht angefeuchteten (Leder-)Tüchern reinigen. Nach dem Abwischen oder nach Gebrauch sollte man die Flächen trockenreiben. Bei hartnäckigen Flecken hilft handwarmes Wasser mit etwas Spülmittel oder Spiritus. Von Sanitärreinigern, Scheuer- oder Glasreinigungsmitteln wird abgeraten. Spiegelflächen wiederum brauchen lediglich ein feuchtes Ledertuch, ihre Kanten sollten nur trocken abgewischt werden. Außerdem: Reinigungsmittel oder Chemikalien nicht in einem Waschtischunterschrank lagern. Die Ausdünstungen können zu Beschädigungen führen.

Die Waschbecken-Reinigung: eine Typ-Frage

Keramik ist ein Klassiker im Badezimmer. Veredelte und dadurch Schmutz abweisende Sanitärkeramik, die es seit mehr als zehn Jahren gibt, vereinfacht ihre Reinigung. Für die Pflege reichen ein handelsüblicher Allzweckreiniger, ein weiches, angefeuchtetes (Mikrofaser-)Tuch oder ein Schwamm. Oberflächen aus diesem robusten Werkstoff sind gegen die im Haushalt üblichen Säuren und Laugen beständig. Allerdings: Scheuermilch sollte besser nicht zum Einsatz kommen, da diese die keramische Oberfläche zerkratzen können. Ansonsten können ihnen Inhaltsstoffe wie Alkohol und Aceton, wie man sie in kosmetischen und medizinischen Produkten findet, ebenfalls nicht schaden. Bei kleinen Kratzern, etwa durch eine Gürtelschnalle, helfen wiederum spezielle Radiergummis, um diese zu entfernen.

Mineralguss dagegen ist kratzempfindlich. Am besten benutzt man zur täglichen Pflege ein feuchtes weiches (Leder-) Tuch und klares warmes Wasser. Bei leichter Verschmutzung verwendet man einfach Seifenwasser oder ein mildes Putzmittel ohne scheuernde Bestandteile. Kalkflecken rückt man gut mit einem milden Sanitärreiniger zu Leibe. Zu viel Säure schadet dem Glanz. Matte Stellen strahlen wieder mit Autopolitur. Mikrofasertücher sollte man bei Mineralguss hingegen nicht verwenden, da sie dem Material schaden könnten. Ein weiterer Nachteil der Mikrofasertücher ist ihre magelhafte Umweltverträglichkeit. Mit jedem Waschen der Tücher gelangt Mikroplastik ins Abwasser und somit letzlich auch in die Umwelt. Wer auf die positiven Eigenschaften von Mikrofasern nicht verzichten will, der kann kann auch auf Tücher aus natürlichen Fasern, etwa aus Bambusviskose, zurückgreifen.

Stahl-Emaille-Waschbecken sind robust und pflegeleicht. Für die tägliche Reinigung reicht meist ein weiches Baumwolltuch mit lauwarmem Wasser und etwas Neutralreiniger. Kalkflecken lassen sich mit einer 1:1-Mischung aus Wasser und mildem Badreiniger lösen. Einfach ein Baumwolltuch in mit der Mischung tränken und für einige Minuten auf die Verschmutzung legen. Danach mit klarem Wasser spülen und trocken reiben – so bleibt die Oberfläche glatt und kalkabweisend. Bei starken Rückständen hilft eine weiche Bürste mit Natur- oder Kunststoffborsten. Scheuermittel, Mikrofasertücher, Padschwämme und starke Säuren sollten vermieden werden, da diese die Emaille angreifen können.

Naturstein-Waschbecken, etwa aus Travertin, Kalkstein, Blaustein, Flussstein oder Marmor dürfen nicht mit Scheuermitteln gereinigt werden! Die Politur wird zerstört, und die Oberfläche wird stumpf. Die Folge: Wasser perlt nicht mehr richtig ab. Auch Sanitärreiniger oder andere säurehaltige Putzmittel eignen sich nicht für dieses Material. Richtig: ein Reiniger auf schwacher Laugenbasis mit einem pHWert um 9 und ein weiches Tuch. Darüber hinaus gibt es spezielle Pflegemittel. Sie reinigen nicht nur, sondern sorgen zusätzlich für einen Schmutz abweisenden, unsichtbaren Schutzfilm.

Keramik-Waschbecken – der Klassiker im Badezimmer – sind robust und einfach zu pflegen. Für die tägliche Reinigung genügt warmes Wasser mit einem weichen Schwamm oder Mikrofasertuch und etwas mildem Spülmittel. Matte Stellen lassen sich bei Bedarf mit Autopolitur wieder glänzend polieren. Vermieden werden sollten Scheuermittel, Stahlwolle, aggressive Säuren oder Bleichmittel, da diese Kratzer oder Mattierungen verursachen.

Bereits seit 3000 Jahren ist die antibakterielle Wirkung von Silber bekannt. Dieses Wissen nutzt Villeroy & Boch für seine Glasur AntiBac. Hierbei sind Silberionen direkt in Badkeramik integriert und so dauerhaft beständig. Durch die Glasur wird das Wachstum von nahezu allen Bakterien und Keimen auf Keramikoberflächen um nachweislich mehr als 99,9% reduziert. Das verringert den Einsatz von chemischen Reinigungsmitteln, was nicht nur der Keramik zugutekommt, sondern auch Umwelt und Geldbeutel.

Die mit einer porenfreien Oberfläche ausgestatteten Stahl-Email-Waschtische lassen sich schnell und leicht reinigen. Zudem sind bei Kaldewei alle Modelle serienmäßig mit einem pflegeleichten Perl-Effekt ausgestattet: Schmutz und Keime werden beim Händewaschen einfach mit dem Wasser weggespült, ohne Nachwischen und Putzen.

Mineralguss-Waschtische sind pflegeleicht und schmutzabweisend. Für die tägliche Reinigung reicht warmes Wasser mit einem weichen, fusselfreien Tuch. Allerdings sollte kein Mikrofasertuch verwendet werden, Auch starke Säuren, Bleichmittel oder Temperaturen über 65 °C sind Mineralguss-Waschtischen nicht zuträglich. Kratzer lassen sich hingegen mit Polierschwamm ausbessern.

Burgbad hat neben Mineralguss-Waschtischen auch Waschtische aus hochverdichteten Schichtstoffplatten (HPL = High Pressure Laminate) im Programm. Das Material ist extrem widerstandsfähig und pflegeleicht, beitet aber dennoch eine angenehm weiche Haptik. Für die Reinigung genügt meist eine milde Seifenlösung. Hartnäckige Verschmutzungen können in der Regel mit einem geeigneten Lösemittel entfernt werden.

Saubere Armaturen – außen und innen

Auch bei Armaturen gilt es auf ein paar Dinge bei der Pflege zu achten, und zwar sowohl außen als auch innen. Dabei spielt auch hier das Material eine große Rolle. Am häufigsten werden im Badezimmer Armaturen mit ChromNickel-Oberflächen verwendet. Aber auch Edelstahl, pulverlackierte Oberflächen, eloxiertes Aluminium und galvanische Sondervergütungen wie Gold gehören zum Repertoire. Auch hier sollten, um Behandlungsfehlern vorzubeugen, die Pflegehinweise der Hersteller beachtet werden. Grundsätzlich lassen sich alle Armaturen mit Spülmittel putzen. Die darin enthaltenen „seifigen“ Tenside helfen beim Zerteilen des fettigen Schmutzes. Am besten man befeuchtet zu reinigende Oberflächen vorab, um kleine Öffnungen und Spalten mit Wasser zu füllen, damit der Reiniger sich dort nicht in Form von Verkrustungen festsetzen kann. Wichtig jedoch: Den Reiniger nicht direkt aus der Sprühflasche auf die Armatur, sondern auf ein Tuch sprühen. Ansonsten kann der feine Sprühnebel in Ritzen und Öffnungen der Armatur gelangen und dort Schaden anrichten.

Nach dem „Einseifen“ ist es wichtig, die Armatur immer mit klarem Wasser abzuspülen. Auch damit vermeidet man Rückstände. Speziell bei kalkhaltigem Wasser lassen sich fleckige Ablagerungen durch kurzes Polieren nach dem Gebrauch verhindern. Aber in keinem Falls hierfür kratzende Textilien verwenden. Erlaubt sind (Leder-)Tücher, weiche Schwämme und auch Mikrofaser. Gegen Kalk wirkt wiederum ein milder Sanitärreiniger auf Basis organischer Säuren. Salz-, Ameisen- oder Essigsäure sollten darin nicht enthalten sein. Armatur mit berührungsloser Steuerung sind besonders pflegeleicht, da das Wasser nur fließt, wenn sich Hände oder Gegenstände im Nahbereich der Armatur befinden. Wir müssen also nicht mit nassen Hände die Griffe betätigen. Die in der Regel sonsorgesteuerten Armaturen sind mittlerweil nicht mehr nur für den öffentlichen Bereich bestimmt,, sondern werden auch im heimischen Badezimmer genutzt.

Die mesien Armaturen haben Chrom-Oberflächen. Für diese Armaturen gilt: mild reinigen, gut abtrocknen und aggressive Mittel vermeiden. Am besten nach jeder Benutzung mit einem weichen Tuch trocken wischen und für die Reinigung Wasser mit etwas mildem Spülmittel verwenden; säurehaltige, scheuernde oder abrasive Reiniger können die Chromschicht angreifen. Bei stark verkalkten Chromarmaturen hilft meist ein längeres Einwirken statt starkem Schrubben.

Pulverbeschichtete Armaturen werden gerne verwqendet, um einen matten Look zu erzeugen. Sie sind sehr robust, aber empfindlich gegen aggressive Chemie, Kratzer und starke Hitze. Daher sollten keine scheuernden Mittel (Scheuermilch, Stahlschwämme) verwendet werden, da sie die Pulverbeschichtung zerkratzen können. Gleiches gilt für saure Mittel und chlor‑ oder lösungsmittelhaltige Reiniger.

Wenn bei Armaturen Farbe ins Spiel kommen soll, sond die Oberflächen häifig PVD-beschichtet (Physical Vapour Deposition). PVD‑beschichtete Armaturen sind deutlich kratzfester als klassisches Chrom, müssen aber trotzdem sanft behandelt werden – vor allem bei sauren oder scheuernden Reinigern. Viele Hersteller bieten spezielle Farb‑ oder PVD‑Pflegeprodukte an (z. B. Color‑Pflegetücher, spezielle Reiniger), die die Oberfläche nicht angreifen und zusätzlich Schutz geben.

Gebürstete Armaturen (z. B. gebürsteter Edelstahl, gebürstetes Nickel oder „Soft‑Look“‑Oberflächen) werden immer beliebter, brauchen aber eine besondere Pflege. Gebürstete Oberflächen sind widerstandsfähiger gegen Kratzer, weil diese leichter in die Struktur „verschwinden“, sie sollten aber immer entlang der Bürstung werden. Gegen die Bürstrichtung zu schrubben kann diese zerstören und die Armatur stumpf oder fleckig machen. Zudem sollten sie nur mit weichem Tuch plus milder Seife oder Glasreiniger behandelt werden. 

Eine Besonderheit ist die Armatur Axor Starck V mit Glaskörper. Der Korpus kann einfach abgezogen und von Hand oder im Geschirrspüler gereinigt werden. Eine integrierte SafetyStop-Funktion schließt das Wasserventil der beim Abziehen des Korpus von seinem metallischen Sockel.

Armaturen-Inneres im Blick behalten

und immer gut durchspülen

Bei Armaturen ist es jedoch auch wichtig, auf die Sauberkeit im Inneren zu achten, da auch durch sie Bakterien ins Trinkwasser gelangen können. Dabei spielt die Beschaffenheit der Armatur, durch den Nickel oder andere Stoffe in das Trinkwasser gelangen können, ebenfalls eine große Rolle. Verkalkungen, ein verschmutztes Sieb, minderwertige Materialien oder beschädigte Dichtungen können zu Verunreinigungen im Trinkwasser führen.

Vor allem bei stagnierendem Wasser können durch Absonderungen von Bakterien schleimige Beläge entstehen. Deshalb ist es besser, über vier Stunden in den Leitungen stehendes Wasser nicht mehr zu konsumieren. Besonders bei verchromten Armaturen oder kupferhaltigen Armaturen (Armaturen aus Messing oder Rotguss): Hier ist auch schon bei 30 min stehendem Wasser Vorsicht geboten. Verkalkte Wasserhähne sind vor allem wegen der Verkeimungsgefahr bedenklich. Sie sollten deshalb regelmäßig von innen und außen mit Essigessenz oder Zitronensäure gereinigt werden. Es ist auch gut, den Perlator zu reinigen. Dazu kann das Wasserhahn-Sieb über Nacht z.B. auch in Essigessenz eingelegt werden. Dennoch ist ein Austausch alle 1,5 Jahre generell sinnvoll. Das kommt aber auch auf den Kalkgehalt des Wassers an – wenn der sehr hoch ist, dann auch schon früher.

Die automatisierte Armatur von Hansgrohe verfügt über die Funktion der thermischen Desinfektion, die Verunreinigungen wie Viren oder Bakterien in den Rohren durch Temperaturen von bis zu 70°C heißem Wasser nachweislich zerstört.

Zur Sicherstellung der Trinkwasserhygiene kann bei der Armatur Vitus E von Schell eine automatische Stagnationsspülung voreingestellt werden, deren Dauer auf die individuellen Bedürfnisse vor Ort abgestimmt werden kann.

Worauf wir beim WC achten sollten

Die Reinigung von WCs sollte regelmäßig und sorgfältig erfolgen, um Hygiene, Geruchsentwicklung und Kalkablagerungen zu vermeiden. Wichtig ist es, dabei immer von innen nach außen zu starten. Aber ein WC‑Reiniger allein reicht nicht aus. Hier muss schon mit einer Bürste nachgeholfen werden. Also: WC-Reiniger ins Becken und unter den Rand geben und einige Minuten einwirken lassen. Dann mit der Bürste bis in den Abfluss nacharbeiten und ausreichend nachspülen. Danach Außenflächen, Spülkasten, Sitz und Deckel mit einem milden Sanitärreiniger und zwei separaten Tüchern abwischen, damit keine Keime verteilt werden.

Eine deutliche Erleichterung bei der WC-Reinigung bieten spülrandlose WCs, da sich unter dem Rand der meiste Schmutz ansammelt und sich dort leicht Kalk bildet. Auch abnehmbare WC-Sitze erleichtern die Putzarbeit. Denn so kann der WC-Sitz einfach in Dusche, Badewanne oder im Waschbecken sauber gemacht werden. Wenn die Toilette längere Zeit nicht benutzt wird – etwa, wenn wir in den Urlaub fahren – können sich dort, wo die Wasseroberfläche auf die Keramik trifft, dunkle Ränder bilden.

Dusch‑WCs benötigen besondere Pflege, da sie Düsen und bewegliche Bauteile besitzen. Hier sollte ein weicher Bürstenkopf für die Düsen und ein mildes, für Dusch‑WCs zugelassenes Reinigungsmittel verwendet werden. Gerade hier unbedingt die Herstellerangaben beachten. Grundsätzlich vermieden werden sollten starke Säuren, Bleiche, Scheuermittel oder Stahlwolle direkt auf der Keramik oder den Kunststoffteilen, um Kratzer und Schäden zu vermeiden.

Keramik ist mit ihrer dichten Oberfläche besonders reinigungsfreundlich und damit ideal fürs Badezimmer geeignet. Mit der schmutzabweisenden Veredelung CeramicPlus hat Villeroy & Boch die ohnehin guten Reinigungseigenschaften von Keramik noch einmal verbessert. Auf CeramicPlus zieht sich das Wasser zu Tropfen zusammen, die in den Ausguss fließen und dabei Rückstände wie Kalk und Schmutz mitnehmen. Wenn doch einmal etwas haften bleiben sollte, lässt sich CeramicPlus mit einem feuchten Tuch einfach und schnell sauberwischen – ganz ohne aggressive Putzmittel.

Die WC-Sitze der Geberit iCon WCs Rimfree sind mit der QuickRelease-Funktion ausgestattet. Für die Reinigung lässt sich der WC-Sitz inklusive Deckel einfach mit einem Handgriff abnehmen und wieder aufstecken. Dazu wird dieser auf 90 Grad aufgeklappt und entfernt. Nach der unkomplizierten, zeitsparenden Reinigung der WC-Keramik wird der WC-Sitz wieder aufgesteckt.

Die Zeiten, als WC-Reinigungssteine oder Duftspüler umständlich in der WC-Keramik befestigt wurden, könnten der Vergangenheit angehören. Denn mit dem WC-Eionwurfschacht von Viega gleitet der Reinigungstab einfach in ein Auffangkörbchen im Spülkasten und sorgt dann bei jeder Spülung für angenehme Frische und Hygiene. Gerade auch für spülrandlose WC-Keramiken eine saubere Lösung. Der Einwurfschacht wird von Viega für viele seiner Unterputz-Spülkästen angeboten – auch zum Nachrüsten.

Nach dem Duschen ist vor dem Duschen

Die Reinigung und Pflege von Dusche und Duschkabine sollten regelmäßig erfolgen, um Kalk, Schmutz und Schimmel langfristig zu vermeiden und die Oberflächen zu schonen. Daher sollten nach jeder Nutzung Wände und Glasflächen mit einem Schrubber oder Gummiabzieher abgezogen werden, damit sich möglichst wenig Wasser ansammelt und Kalkränder verhindert werden. Für die Reinigung genügen meist lauwarmes Wasser und ein weiches Tuch oder Schwamm, um Seifen- und Shampoo-Rückstände aufzunehmen. Nach dem Duschen sollten sich zudem keine Pfützen in den Ecken oder auf dem Boden stauen. Nach Möglichkeit lüften, damit die Fliesen und Silikonfugen schneller trocknen und Schimmelbildung erschwert wird.

 Bei hartnäckigem Kalk oder Schmutz begegnet man am besten mit einem milden Sanitärreiniger oder einem Glasreiniger, der für Duschglas und beschichtete Oberflächen geeignet ist. Immer mit einem weichen Tuch oder Schwamm arbeiten, ohne Stahlwolle oder scheuernde Bürsten zu verwenden, da diese die Oberflächen zerkratzen können. Besonders bei Duschkabinen mit Glaswänden sollte auf säurehältige Kalkentferner verzichtet werden, es sei denn, diese sind explizit für Glas zugelassen. Auch hier ist milde Chemie und ausreichend Nachspülen mit klarem Wasser wichtig. Silikonfugen und Dichtungen vorsichtig reinigen, damit sich keine Risse bilden. Zudem kann man beim Putzen direkt einen Blick auf Fugen und Dichtungen werfen. Denn bei Verschleiß sollten sie rechtzeitig ersetzt werden, um Schimmel und Feuchtigkeitseintrag in die Wandfugen zu vermeiden.

Eine regelmäßigen Reinigung – etwa wöchentlich – mit geeigneten, sanften Mitteln sorgt dafür, dass das Badezimmer dauerhaft hygienisch, funktionsfähig und zum Wohlfühlen schön bleibt.

Auch bei der Reinigung bietet Hansgrohe Pulsify zahlreiche Vorteile. Sowohl Kopf- als auch Handbrause sind mit der QuickClean Funktion ausgestattet. Einfach kurz und regelmäßig nach dem Duschen mit den Fingern über die Strahlscheibe streichen und die leidigen Kalkrückstände sind entfernt. Zur Generalreinigung kann die Kopfbrause auch komplett abgenommen werden. So lässt sich das Schmutzfangsieb herausnehmen und ausspülen.

Für das DallFlex-System von Dallmer wurde eine einklickbare Dichtmanschette entwickelt, die sich sowohl in der Fläche als auch an der Wand problemlos anbringen lässt. Das System hat zudem die Reinigung der Duschrinne denkbar einfach gemacht: Der Schmutz wird aus dem komplett herausnehmbaren Geruchsverschluss kurzerhand ausgespült, der Geruchsverschluss wird wieder eingesetzt und die Rinne abgewischt - fertig.

Ganz ohne bohren und trotzdem fest an der Wand können die Duschablagen von Keuco können mit dem dazugehörigen Zweikomponenten-Kleber ganz einfach an der Wand angebracht werden. Die Duschablagen werden in die wahlweise angeklebten oder angeschraubten Wandhalterungen eingehängt und können zum Reinigen ganz leicht abgenommen werden.

Mittels Taster-Technologie ermöglicht Kludi beim Duschen eine Umstellung zwischen Hand- und Kopfbrause. Damit geht das Umschalten nicht nur einfacher; im Unterschied zur herkömmlichen Zugumstellung lässt sich der plane Druckknopf auch deutlich einfacher reinigen. Zudem fällt er aufgrund seiner flachen Silhouette kaum ins Auge. Kludi bietet die innovativen Unterputz-Einhebelmischer in allen Armaturenserien seines „Smart Luxury“- und seines „Pure Function“-Sortiments an – ebenso als eigensichere Variante.

Die Abdeckung der TECE-Duschrinne lässt sich zur Reinigung einfach abnehmen, sodass der fugenlose Rinnenkörper aus Edelstahl mühelos ausgewischt werden kann. Ein inneres Gefälle befördert zudem den Selbstreinigungseffekt.

Innenbündige Verankerung der massiven Beschläge erleichtert das Reinigen und Abziehen der Scheiben.

Für seine Duschfliese BetteAir hat Bette auch den Ablauf neu gedacht und ihn auf 200 Millimeter vergrößert. Der glasierte Ablaufdeckel ist absolut plan, sodass kein Unterschied zur umliegenden Fläche zu spüren oder zu sehen ist. Für die Reinigung kann er einfach abgenommen und wieder aufgesetzt werden. Viel zu reinigen gibt es jedoch nicht, denn darunter befindet sich eine selbstreinigende Ablaufgarnitur, bei der sich keine Haare im Ablauf oder im dahinter liegenden Rohrsegment verfangen können.

* Die hier gegebenen Tipps sind allgemeine Empfehlungen. Zusätzlich gilt: Es sollten immer die Reinigungs- und Pflegehinweise der Hersteller von Badprodukten beachtet werden. Gleiches gilt für die Hinweise auf den Verpackungen von Reinigungsmitteln.